Wanddurchbruch: Anleitung & Tipps
Aus zwei mach eins, aus klein mach gross: Mit einem Wanddurchbruch gestaltest Du Dein Zuhause ganz nach Deinen Wünschen. Vorschlaghammer raus und ab durch die Mitte? Besser nicht! Wir geben Tipps für tragende und nicht tragende Wände. Wir zeigen Dir, worauf Du achten musst, welche Kosten auf Dich zukommen und mit welchem Werkzeug das DIY-Projekt «Wanddurchbruch» am besten gelingt.

Checkliste Wanddurchbruch: Das solltest Du vorher klären
- Schriftliche Genehmigung, falls Du zur Miete wohnst
- Bauplan Deines Zuhauses
- Statisches Gutachten
- Eventuell Baugenehmigung
Den Bauplan findest Du beim örtlichen Bauaufsichtsamt. Darauf siehst Du, welche Wände tragend sind, wo Leitungen verlaufen usw. Eine Baugenehmigung ist notwendig, wenn:
- der Wanddurchbruch eine tragende Wand betrifft,
- es sich um eine Aussenwand handelt,
- das Gebäude unter Denkmalschutz steht.
Unser Tipp: Geh bei einem umfassenden Bauprojekt wie einem Wanddurchbruch immer auf Nummer sicher! Stimme Dich mit dem örtlichen Bauamt und Statikern ab. Das spart nicht nur böse Überraschungen, sondern auch Rückbauverpflichtungen oder hohe Bussgelder.
Tragende vs. nicht tragende Wand – so erkennst Du den Unterschied
Um welche Wand es sich handelt, kann nur ein Statiker beurteilen. Aber es gibt Faustregeln. Als tragende Wände zählen meist:
- Aussenwände
- Wandstärken ab 17,5 cm
- Mauerwerkswände ab 11,5 cm (ab Baujahr 1990)
Bei Altbauten wird es komplizierter, hier ist der Expertenrat besonders wichtig.
Nicht tragende Wände erkennst Du meist am Klang: Klingt es beim Klopfen hohl, handelt es sich wahrscheinlich um eine Trockenbauwand, die Du grundsätzlich einfach entfernen kannst – wenn keine Leitungen im Weg sind!

Welches Werkzeug für den Wanddurchbruch?
Für den Wanddurchbruch fährst Du die schweren Geschütze auf. Die wichtigsten Elektrowerkzeuge und Handwerkzeuge sind:
- Bohrhammer: Tool mit ordentlich Durchsetzungskraft für massives Mauerwerk
- Vorschlaghammer: Wenn es ums Grobe geht – perfekt für den ersten Durchbruch
- Winkelschleifer (mit Diamantscheibe): Für Schnitte in Gipskarton oder Leichtbausteinen
- Hammer & Meissel: Experten für die feine Nacharbeit und leichte Materialien
- Kernbohrgerät: Für präzise, kreisrunde Öffnungen für Rohre
Werkzeug-Tipp: Für dünne Wände aus Gipskarton oder ähnlichen Baustoffen sollte Dein Bohrhammer 10 bis 20 Joule Schlagenergie mitbringen, für stärkere Wände sind 20 bis 50 Joule notwendig.

Wanddurchbruch nicht tragende Wand: Anleitung & Tipps
Den Wanddurchbruch einer tragenden Wand überlässt Du Profis. Beim Wanddurchbruch einer nicht tragenden Wand gehst du so vor:
- Werkzeug bereitmachen und Arbeitskleidung anlegen (Gehörschutz, Schutzbrille, Schutzkleidung, Arbeitshandschuhe, Arbeitsschuhe).
- Angrenzende Räume mit Folie auslegen – sowohl Böden als auch Wände und Möbel.
- Eventuell Durchbruch anzeichnen – vor allem für Tür oder Fenster. Geh dabei etwas grosszügiger vor.
- Mit Vorschlaghammer bzw. Bohrhammer erst Putz abmeisseln, dann auf Bohrfunktion umschalten. Bohre alle 5–10 cm ein Loch entlang der Durchbruch-Linie.
- Bauschutt entfernen, Türen oder Fenster einbauen, Wanddurchbruch verputzen –zum Beispiel mit Trockenbauelementen oder Putz. Spalten mit Bauschaum oder Zement füllen.
Wanddurchbruch: Kosten korrekt kalkulieren
Wie viel Dich der Wanddurchbruch kosten wird, hängt von vielen Faktoren ab. Es gibt verschiedenste Kalkulationen, die sich vor allem danach richten, ob Du Profis beauftragst oder selbst Hand anlegst. Hinzu kommen die Arbeitskosten der Handwerker sowie Anfahrtspauschalen, Kosten für das Umlegen von Leitungen etc. Hol Dir vor Ort einen Kostenvoranschlag und vergleiche die Angebote. Achte dabei nicht nur auf die Endsumme, sondern vor allem auf den Leistungsumfang!









